Simon Ehlebracht im Interview

Simon Ehlebracht ist ab 1. November 2017 zweiter Pastor im Forum Hoffnung. Im Festgottesdienst am 19. November wird er ordiniert und offiziell eingeführt.
Doch wer ist eigentlich dieser sympathische, hoch aufgeschossene junge Mann und wofür steht er? Hier gibt er Antwort.

 

Als jüngster Bruder von zwei Geschwistern hast du deine Kindheit in Bielefeld erlebt. Was war dein prägendstes Erlebnis?
Die Liebe meiner Eltern. Als kleiner Lausbub habe ich viel Mist angestellt. Doch selbst als ich mit Freunden ein Auto demoliert und Gebäudefenster zerstört habe, blieb die Liebe meiner Eltern bedingungslos. Die Konsequenzen meines Handelns musste ich natürlich trotzdem tragen 😉

Du hast in Australien studiert, mit einer Karriere in den USA geliebäugelt und zuletzt in Bayreuth gearbeitet. Was kann dir Dresden im Gegensatz zu all diesen Orten bieten?
Dresden ist anders als all diese Orte. Es bietet mir die Möglichkeit, eine neue Heimat für mich und meine Familie zu werden. Als der Gedanke aufkam, dass Gott uns vielleicht nach Dresden führt, waren wir sofort begeistert. Durch mehrere Besuche mit unseren Familien hatten wir diese schöne Stadt an der Elbe in guter Erinnerung.

Du bist seit fünf Jahren verheiratet mit Melanie. Wenn du 100 Euro hättest, ihr eine Freude zu bereiten. Wie würdest du es tun?
Ich würde sie in ein indisches Restaurant ausführen und den Rest in eines ihrer neuen kreativen Projekte investieren.

Obwohl du erst vor vier Wochen von Bayreuth nach Dresden gezogen bist: Hast du hier schon einen Lieblingsort?
Um dem Umzugschaos unserer Wohnung zu entfliehen, haben wir an der Elbe gepicknickt – mit Altstadtpanoramablick. Ich bin gespannt, welche schönen Orte ich darüber hinaus entdecken werde. Für Insidertipps bin ich immer dankbar. Das Forum Hoffnung ist natürlich auch schon ein Lieblingsort geworden 😉

Eben dieses Forum Hoffnung ist 120 Jahre alt und du erst 32. Was ist deine Vision für diese Gemeinde?
Ich möchte daran arbeiten, dass Menschen in ihrer Beziehung zu Jesus wachsen. Damit meine ich Menschen, die Jesus noch überhaupt nicht kennen, sowie Menschen die ihn schon länger kennen.

Hast du eine Gewohnheit, die dir selbst hilft, mit Jesus in Kontakt zu bleiben?
Ich liebe es, morgens in der Bibel zu lesen und mit ihm zu reden. Oft hilft mir auch Musik, Jesus zu begegnen.

Was magst du an Jesus besonders?
Im Moment zuerst seine Geduld mit mir.

Globalisierung, Digitalisierung und Individualisierung sind charakteristisch für unsere Zeit. Wie begegnest du Menschen, die empfinden, dass ihnen die Zügel zunehmend aus der Hand gleiten?
Ich möchte Menschen ermutigen, auf die Chancen zu achten, die neue Entwicklungen mit sich bringen und sich als Mitgestalter dieser neuen Zeit zu verstehen.

Stand-Up-Paddeling ist auch eine „neue Entwicklung“. Du betreibst diese Trendsportart begeistert. Ist es nicht unglaublich anstrengend, auf diesem wackeligen Brett zu stehen und darauf zu achten, nicht ins Wasser zu fallen?
Ja, aber manchmal provoziere ich das Ins-Wasser-Fallen bewusst und genieße die Erfrischung. Ansonsten ist es ein schöner Ausgleich für mich, um abzuschalten und die Natur zu genießen.

Dein Sohn Theo ist fast 1,5 Jahre alt und steht auch manchmal noch auf unsicheren Beinen. Wofür hast du ihn zuletzt gelobt?
Für sein Engagement beim Zähneputzen.

Letzte Frage – und du hast die Wahl: Eierschecke oder Streuselschnecke?
Etwas von beidem.

 

 

Die Fragen stellte Martin Schmiedel.