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Männertag 2026 – Wenn der Feuermelder im Kopf Alarm schlägt

Wusstest Du, dass wir alle einen eingebauten Feuermelder besitzen? Die Wissenschaft nennt ihn Amygdala oder Mandelkerngehirn. Dieses kleine Zentrum ist dafür zuständig, emotionale Reize – vor allem Angst und Furcht – blitzschnell zu bewerten. Es löst Kampf- oder Fluchtreaktionen aus, noch bevor wir rational darüber nachdenken können. Soweit die Biologie. Doch was passiert, wenn dieser „Feuermelder“ im Alltag dauerhaft Alarm schlägt? Rund 150 Männer trafen sich beim Männertag am 31. Januar 2026 im Forum Hoffnung Dresden, um genau dieser Frage auf den Grund zu gehen.

Die Hauptvorträge hielt Ulrich „Uli“ Neuenhausen, Theologe und Leiter des Forum Wiedenest e.V.. Er stieg ganz persönlich in das Thema des Tages “Fürchte dich nicht” ein. Dabei berichtete er von seinen eigenen Ängsten, etwa beim Klettern, wenn man sich sprichwörtlich zwischen Himmel und Erde befindet. Uli machte schnell klar, dass Männer dazu neigen, Angst schlichtweg zu leugnen. Doch Ignoranz lässt sie nicht verschwinden. Anhand von drei biblischen Charakteren gab er Ratschläge, wie Männer besser auf Angst reagieren können und wie Gott ihnen in den Situationen begegnet.

  • Petrus, der Draufgänger: Er wollte mit dem Kopf durch die Wand, verleugnete dann aber aus Angst seinen Herrn. Seine Geschichte lehrt uns, dass geleugnete Ängste nicht verschwinden. Sie kommen nur an anderer Stelle wieder zum Vorschein. Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst!
  • Saul, der erste König Israels: Er versteckte sich zu Beginn seiner Karriere buchstäblich in der Küche. Ein klassisches Beispiel dafür, dass unsere Angst oft gar nicht mit der Realität übereinstimmt. Hier ist unser Mandelkerngehirn ein schlechter Ratgeber.
  • Elia, der Prophet: Trotz gewaltiger geistlicher Siege erlebte er tiefe Todesangst. Uli Neuenhausen stellte hier die entscheidenden Fragen: Woher kommt die Angst? Wohin schaue ich – nach oben oder in den Abgrund? Und woran klammere ich mich – an Gott oder an „falsche Beruhiger“ wie Alkohol oder unkontrollierten Internetkonsum?

Nach und zwischen diesen tiefgehenden Impulsen blieb den Männern auch Zeit zum Erzählen und Auftanken. Das Küchenteam zauberte zur Mittagspause ein fantastisches Mittagessen.

Am Nachmittag wurde es emotional, als Musiker vom Lobpreishaus Dresden ein Minikonzert spielten. Sie teilten zwischen den Liedern entwaffnend ehrliche Geschichten von ihrem eigenen Versagen und ihren Ängsten. In den anschließenden Seminaren gab es für jeden Typ Mann den passenden Raum, um das Gehörte zu vertiefen.

Die zentrale Erkenntnis des Tages liegt darin, dass es einen anderen, biblischen Gradmesser für unsere Angst gibt. Es ist Gottesfurcht. Wer lernt, sich ganz auf Gott zu verlassen, gewinnt einen Mut, der tiefer gründet als jedes biologische Warnsignal. Am Ende nutzten viele Männer die Gelegenheit für persönliche Gebete oder wagten einen ganz bewussten Neuanfang mit Gott. Der Männertag 2026 wird sicher noch lange nachklingen. Die Teilnehmer gingen ermutigt in ihren Alltag zurück – mit einem wacheren Blick für ihre „Feuermelder im Kopf“ und einem noch festeren Griff an der Hand Gottes.

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